Montag, 3. Januar 2011

No Turning Back, Goldust - 30.11.2010, JZE Lorenz Süd

Line-Up:

No Turning Back
Goldust

Dass ich dieses Konzert besuchen konnte war mehr Zufall als geplant, stolperte ich doch lediglich eine halbe Woche vor dem Konzert bei MySpace über die Last Minute- Konzertankündigung, welche eine kleine Lücke in der Eurotour von No Turning Back füllen sollte. Die Münsteraner Band Goldust bot sich da natürlich als Support an, war man doch vor Ort beheimatet und hatte mit dem letzten Release "Destroyer/Borderlines" einen echten Knaller im Gepäck.
Als ich im JZE Lorenz Süd ankam, saßen schon ungefähr 30 Besucher im Cafebereich der Location - eigentlich ist ja die ganze Location eine Art Kantine, diese wurde jedoch zwecks Konzert halbiert. Da der Frontmann von Goldust selbst erst einige Minuten vor geplantem Konzertbeginn in Schal und Handschuhe vermummt auftauchte, verwunderte es nicht das sich der geplante Start um einige Minuten hinzog.

Das Set, welches Goldust präsentierten, bestand hauptsächlich aus Songs des aktuellen Releases. Sowohl Fronter als auch der Rest der Band gaben alles, um dem Publikum eine gute Show zu bieten, wollte man dem Frontmann doch zeitweise gerne unter den Achseln packen, da er sich so die Seele aus dem Leib schrie dass er der Erschöpfung sehr nah war. Dennoch sprang der Funke jedoch nicht wirklich auf das Publikum über, lediglich anerkennendes Kopfnicken und Applaus konnten geerntet werden. Schade eigentlich, halt ich diese Band doch mit für das wertvollste was der deutsche Hardcore momentan zu bieten hat.

Als nächstes standen also No Turning Back auf der Bühne. Mit den ersten Tönen der Band trat sofort Bewegung im Publikum ein, dass nun auf schätzungsweise 60 bis 70 Zuschauer angewachsen war. Vereinzelte Kandidaten gaben ihre Violent-Dancing Moves zum Besten, was bei einer Band die solch einen vorwärts preschenden Hardcore spielt jedoch nicht weiter überraschen dürfte. No Turning Back spielten eine bunte Mischung aus alten und neuen Songs, die Menge zeigte sich textsicher und die Athmosphäre in der sehr kleiner Location war außerordentlich familiär. "This right here is Hardcore, the small shows with people who love this music", wie der Fronter passend bemerkte.

Nach ungefähr 50 Minuten war dann auch bei No Turning Back schon Schluss, was jedoch im Anbetracht der Tatsache, dass es mitten in der Woche war verkraftbar war. Insgesamt ein runder Abend, dessen späte Entdeckung sich auf jeden Fall gelohnt hat.

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